Häufig gestellte Fragen
Hier finden Sie Antworten zu Ablauf, Audit-Nachweis, Preisen und Methodik von SecDrills. Fehlt Ihre Frage, schreiben Sie uns.
Allgemein
Was ist SecDrills?
SecDrills ist eine Plattform für Cybersecurity Tabletop Exercises nach der ENISA Cybersecurity Exercise Methodology. Ihr Team spielt im Browser einen Angriff durch und trifft gemeinsam die Entscheidungen. Die Ergebnisse werden ausgewertet und in einem Report dokumentiert, den Sie im Audit vorlegen können.
Was ist eine Tabletop Exercise?
Eine Tabletop Exercise ist eine Krisenübung, die über Diskussion funktioniert. Die Teilnehmenden reagieren in ihren tatsächlichen Rollen auf ein simuliertes Szenario. Getestet werden keine technischen Systeme, sondern Entscheidungen, Kommunikation und Abstimmung im Team.
Brauche ich technisches Vorwissen?
Nein. SecDrills ist für alle Rollen gebaut, von der Geschäftsführung bis zum IT-Team. In jedem Szenario muss jede Rolle Entscheidungen treffen, die zu ihrer Aufgabe passen. Die Plattform führt Schritt für Schritt durch die Übung.
Wie lange dauert eine Übung?
Ein Einstiegsdrill ist ab 30 Minuten machbar, eine typische Tabletop Exercise dauert 60–90 Minuten. Der Moderator braucht für die Vorbereitung etwa 15 Minuten. Den After-Action Report erzeugt SecDrills automatisch, das Protokoll von Hand fällt weg.
ENISA & Compliance
Was bedeutet 'ENISA-konform'?
SecDrills folgt der ENISA Cybersecurity Exercise Methodology, dem europäischen Referenzrahmen für Cyber-Übungen. Das betrifft die Planung der Übung, die Durchführung mit Injects, die Rollenverteilung nach ECSF und die Auswertung im After-Action Report mit einheitlichem Aufbau.
Erfüllt SecDrills die NIS2-Anforderungen?
Für den Teil, der das Üben betrifft, ja. NIS2 Art. 21 fordert regelmäßige Tests der Cybersicherheitsmaßnahmen, Art. 20 die Schulung der Leitungsorgane. SecDrills dokumentiert jede Übung mit ihren Ergebnissen, und diesen Report können Sie als Compliance-Nachweis verwenden. Andere Pflichten wie die Registrierung oder technische Schutzmaßnahmen deckt SecDrills nicht ab.
Gilt das NISG 2026 seit 1. Oktober?
Ja. Das NISG 2026 (BGBl. I Nr. 94/2025) setzt NIS2 in Österreich um und ist am 1. Oktober 2026 in Kraft getreten. Die Registrierung ist bis 31. Dezember 2026 vorzunehmen (§ 29 Abs. 3 NISG 2026). Die Selbstdeklaration der umgesetzten Risikomanagementmaßnahmen ist bis 30. September 2027 abzugeben (§ 33 Abs. 1 NISG 2026). Ein dokumentierter Übungsreport von SecDrills dient dabei als Beleg für geübte Krisen- und Incident-Prozesse.
Ist SecDrills DORA-konform?
SecDrills unterstützt die Testpflichten der DORA-Verordnung (EU 2022/2554). Art. 11 Abs. 6 verlangt, die IKT-Geschäftsfortführungspläne, die Reaktions- und Wiederherstellungspläne sowie die Krisenkommunikationspläne mindestens jährlich zu testen. Art. 25 nennt szenariobasierte Tests ausdrücklich als Teil des Testprogramms. Die After-Action Reports dokumentieren die Übungsergebnisse für Audits.
Kann ich die After-Action Reports als Audit-Nachweis verwenden?
Ja. Der Report enthält die Übungsmetadaten, die Teilnehmerliste mit ECSF-Rollen, die Ergebnisse pro Themenbereich, ein regulatorisches Mapping und Empfehlungen. Sie exportieren ihn als PDF, Word oder HTML und geben ihn direkt an den Auditor weiter. Im kostenlosen Demo-Drill ist der Export nicht enthalten.
Funktionen & Ablauf
Wie funktioniert der Übungsablauf?
1. Der Moderator legt eine Session an und wählt ein Szenario. 2. Die Teilnehmenden bekommen jeweils einen eigenen Link und steigen darüber ein. 3. Die Übung läuft über Injects, also neue Lagemeldungen, auf die das Team reagiert. 4. Nach der letzten Entscheidung erzeugt SecDrills automatisch den After-Action Report.
Was sind Injects?
Injects sind Ereignisse oder Informationen, die während der Übung eingespielt werden. Mit ihnen entwickelt sich der Cybervorfall Schritt für Schritt weiter, und das Team muss jeweils entscheiden, wie es reagiert. Jeder Inject wird nach der ENISA-Methodik bewertet.
Welche Szenarien gibt es?
SecDrills bietet über 25 Szenarien in drei Schwierigkeitsstufen. Grundlage ist der ENISA Threat Landscape Report: Ransomware, Supply-Chain-Angriffe, DDoS, Phishing, Angriffe auf KRITIS, Insider und weitere. Essentials und Professional enthalten alle Szenarien. Der Free Demo-Drill enthält ein Demo-Szenario, der Drill Pass gilt für ein Szenario Ihrer Wahl. Neue Szenarien kommen monatlich dazu.
Kann ich auch Solo-Übungen machen?
Ja. Neben der Übung im Team gibt es den Solo-Modus: SecDrills führt Sie allein durch ein Szenario. Das eignet sich für das eigene Training oder zur Vorbereitung auf eine Teamübung.
Preise & Abonnement
Welche Pakete gibt es?
Free Demo-Drill: kostenlos, zum Ausprobieren. Drill Pass: € 490 einmalig für eine Übung, der After-Action Report ist 30 Tage verfügbar. Essentials: € 1.490 pro Jahr, mit 3 Übungsteilnehmern und Report-Export. Professional: € 4.900 pro Jahr, mit bis zu 10 Übungsteilnehmern, Report-Export und Evidence Packs für ISO 27001 und NIS2. Group: für konzernweite Rollouts, auf Anfrage. Alle Preise netto, zzgl. 20% USt.
Was ist im Free Demo-Drill enthalten?
Der Free Demo-Drill kostet nichts. Sie bekommen einen Zugang (1 User), ein Demo-Szenario und den Solo-Modus. Damit sehen Sie, wie eine Übung abläuft, ohne sich festzulegen. Den Export des After-Action Reports gibt es im Demo-Drill nicht.
Was bietet Professional?
Professional kostet € 4.900 im Jahr (netto). Enthalten sind bis zu 10 Übungsteilnehmer, alle Szenarien, Solo- und Team-Modus, der Report-Export als PDF, HTML oder DOCX, Evidence Packs für ISO 27001 und NIS2 sowie Prioritäts-Support. Dazubuchen können Sie die Guided Exercise (€ 3.900 einmalig): Dann moderiert unser Team eine Übung vollständig für Sie.
Gibt es einen Group- oder Enterprise-Plan?
Ja. Für konzernweite Rollouts mit mehreren Mandanten, SSO, individuellen Szenarien und SLA gibt es den Group-Plan auf Anfrage. Schreiben Sie an hello@secdrills.com.
Kann ich mein Abo jederzeit kündigen?
Ja. Sie kündigen Ihr Abonnement jederzeit im Kundenportal. Es läuft dann bis zum Ende des aktuellen Abrechnungszeitraums weiter.
Methodik & Begriffe
Was ist eine Cyber-Krisenübung?
Eine Cyber-Krisenübung (auch Krisensimulation) ist eine Tabletop Exercise zu einem schweren Cybervorfall, etwa einem Ransomware-Angriff, der die Produktion stilllegt. Geübt werden Entscheidungen, Eskalation, die Arbeit im Krisenstab und die Kommunikation unter Zeitdruck. SecDrills bildet solche Szenarien mit Injects ab und wertet sie nach der ENISA-Methodik aus.
Was ist der Unterschied zwischen einer Tabletop Exercise und einem Penetrationstest?
Eine Tabletop Exercise funktioniert über Diskussion und prüft Entscheidungen, Abläufe und Kommunikation eines Teams. Ein Penetrationstest (oder Red-Team-Test) prüft die technische Sicherheit von Systemen. Beides ergänzt sich: NIS2 und DORA verlangen in der Regel mehrere Testarten, also technische Tests und eine geübte Reaktion des Teams.
Wie oft sollten wir eine Tabletop Exercise durchführen?
NIS2 fordert regelmäßige Tests der Cybersicherheitsmaßnahmen, schreibt aber keinen festen Takt vor. Bewährt haben sich Übungen mindestens halbjährlich, besser jedes Quartal. Dazu kommen Übungen nach größeren Änderungen an Systemen, im Team oder in der Bedrohungslage.
Was ist eine MSEL (Master Scenario Events List)?
Die MSEL ist die geordnete Liste aller geplanten Ereignisse (Injects) einer Übung, jeweils mit Zeitpunkt, Übungsziel und erwarteter Reaktion. Sie ist das Drehbuch des Moderators. Mit ihr stellt er sicher, dass alle Lernziele vorkommen und nachvollziehbar dokumentiert werden.
Was ist ein After-Action Report (AAR)?
Der After-Action Report ist die Auswertung nach einer Übung. Er enthält die Ergebnisse pro Themenbereich mit RAG-Status (Ampel), Lessons Learned, priorisierte Verbesserungsmaßnahmen und ein regulatorisches Mapping auf NIS2 und DORA. SecDrills erzeugt ihn automatisch. Sie exportieren ihn als PDF, Word oder HTML und legen ihn im Audit vor.
Ihre Frage war nicht dabei?
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hello@secdrills.com